Prüfungen mit KI neu erfinden [DiL]
Künstliche Intelligenz verändert, wie Studierende lernen, arbeiten und Leistungen erbringen. In diesem Ganztagsseminar entwickeln Sie zukunftsfähige Prüfungsformate, die Kompetenzen verlässlich sichtbar machen und zur Realität an Universitäten passen. Ausgangspunkt ist Ihre eigene Lehrveranstaltung: Welche Kompetenzen sollen Studierende am Ende wirklich nachweisen? Welche davon stehen in direktem Zusammenhang mit KI, etwa Reflexion, Bewertung, Argumentation oder Prozesskompetenz?
Darauf aufbauend prüfen wir zentrale Rahmenbedingungen wie Transparenz, Bewertbarkeit, Dokumentation und formale Vorgaben. Anschließend entwerfen Sie passende Prüfungsformate oder entwickeln bestehende Formen weiter, zum Beispiel Portfolios, mündliche Formate oder prozessorientierte Nachweise. Auch innovative Ansätze wie KI-gestützte Gesprächssimulationen, KI-Sofort-Feedback oder dokumentierte KI-Arbeitsprozesse werden gemeinsam erprobt.
Das Seminar richtet sich an Lehrende mit KI-Grundkenntnissen.
Lernziele:
Nach Abschluss des Seminars sind die Teilnehmenden in der Lage,
- Die Teilnehmenden können Kompetenzen für eine eigene Lehrveranstaltung klar benennen, priorisieren und begründen.
- Die Teilnehmenden können einschätzen, welche Kompetenzen durch KI beeinflusst werden und daraus Konsequenzen für Prüfungen ableiten.
- Die Teilnehmenden können zentrale Prüfungsrahmenbedingungen wie Transparenz, Eigenleistung, Dokumentation und Bewertbarkeit in ihre Planung einbeziehen.
- Die Teilnehmenden können ein bestehendes Prüfungsformat kompetenzorientiert weiterentwickeln oder ein passendes neues Prüfungsformat entwerfen.
- Die Teilnehmenden können konkrete Prüfungsaufgaben und Bewertungskriterien formulieren, auch für Formate mit sichtbar integriertem KI-Einsatz (z. B. Prozessnachweis, Gesprächssimulation).
Vorabaufgabe:
Die Teilnehmenden wählen vor dem Kurs eine Lehrveranstaltung aus und formulieren ausführlich, welche Lernziele sie erreichen wollen.
Ihr Referent:
Paul Dölle ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Hochschullehre (ZHL) der Universität Bayreuth. Seine seit 2014 entwickelte Expertise im Bereich digitaler Lehrinnovationen zeigt sich in der Leitung des hochschuldidaktischen Seminarprogramms. Er entwickelte das ExamSim-Projekt, einen KI-basierten Simulator für mündliche Prüfungssituationen, der mittels eines digitalen Avatars realitätsnahe Prüfungs- und Dialogszenarien ermöglicht. Zudem war er maßgeblich an der Antragstellung für die Projekte QUADIS (Fördervolumen 4,989 Mio. Euro) und XRCampus beteiligt.
In seinen Seminaren vermittelt er die Grundlagen der Hochschuldidaktik, moderne Lehrmethoden wie Flipped Classroom, KI-gestützte Tutorsysteme, Interaktivität in Großgruppen sowie die Erstellung und Optimierung von Lehr- und Lernvideos. Dabei legt er besonderen Wert auf eine ziel- und praxisorientierte Arbeitsweise in interaktiver und positiver Atmosphäre. Ein weiterer Fokus liegt auf der Qualifizierung von Tutor:innen und E-Tutor:innen.
Mehr über Paul Dölle: https://www.zhl.uni-bayreuth.de/de/ueberuns/paul-doelle/index.php
| Universität: | Universität Bayreuth |
|---|---|
| Seminarleitung: | Paul Dölle |
| Seminar ID: | ZHL SS26 23DIL Reinvent |
| Ort: |
ZHL der Universität Bayreuth, Bürocenter Bayreuth Süd, Haus 4, Raum 4.2.12-13
Nürnbergerstr. 38, Bayreuth Dieses Seminar findet als hybrid-synchrones Seminar statt. Die Präsenzteilnahme wird dringend empfohlen, weil durch den Face-to-Face-Austausch und die Gespräche in Kaffeepausen eine andere Qualität des Kennenlernens ermöglicht wird. Eine Teilnahme per ZOOM ist möglich. Eine Benutzung von Laptops/Tablets ist vorgesehen, daher bitten wir Sie ein entsprechendes Gerät mitzubringen. Auf Google Maps anzeigen |
| Termine: |
13.05.2026
, 09:00 - 17:00 Uhr
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| Kosten: |
Es fallen folgende Teilnahmegebühren an:
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| Verfügbare Plätze: | 12 Plätze, davon 12 frei |
| Stufe: | Grund- und Aufbaustufe |
| Anrechenbare Stunden: |
Bereich C mit 8 Arbeitseinheiten |
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