Lehre im Zeitalter von KI strategisch gestalten: Eine Werkstatt zu Lernzielen, Prüfungen und Lehrmaterialien
Das Seminar ist als Werkstatt für Lehrende konzipiert, die ihre Lehre im Zeitalter von KI strategisch weiterentwickeln wollen. Ausgangspunkt ist das constructive alignment: Die Teilnehmenden prüfen die Passung von Lernzielen, Lehr-/Lernaktivitäten und Prüfungen vor dem Hintergrund aktueller KI-Systeme. Zu Beginn wird gemeinsam geklärt, was generative KI derzeit leisten kann, wo ihre Grenzen liegen und welche Folgen sich daraus für Hochschullehre ergeben. Darauf aufbauend arbeiten die Teilnehmenden an mitgebrachten Beispielen aus der eigenen Lehre und identifizieren Lernziele, die neu gewichtet, präzisiert oder ersetzt werden sollten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Prüfungen: Wir diskutieren, wie Klausuren und andere Prüfungsformate im Zeitalter von KI gestaltet werden können, woran sich erkennen lässt, ob bestehende Prüfungen noch zeitgemäß sind, und welche Leistungen weiterhin sinnvoll geprüft werden sollten. Darüber hinaus wird bearbeitet, welches Lernmaterial Lehrende künftig bereitstellen sollten, wie Studierende KI bereits nutzen und welche zusätzlichen Kompetenzen sie dafür benötigen. Abschließend entwickeln die Teilnehmenden Ideen dafür, wie KI nicht nur reguliert, sondern produktiv für bessere Lehre eingesetzt werden kann. Das Seminar ist interaktiv angelegt und verbindet kurze Inputs mit strukturierter Analyse, kollegialem Austausch und Werkstattphasen am eigenen Material. Erwartet wird die Bereitschaft, die eigene Lehrpraxis kritisch zu prüfen und konkrete Überarbeitungsschritte zu entwickeln.
Inhaltliche Stichpunkte:
- Aktuelle Möglichkeiten und Grenzen generativer KI für Studium und Lehre
- Lernziele im Sinne des constructive alignment unter KI-Bedingungen prüfen und überarbeiten
- Klausuren und andere Prüfungsformate auf Zeitgemäßheit, Aussagekraft und KI-Robustheit analysieren
- Anforderungen an Lehrmaterialien und an die KI-bezogene Kompetenzentwicklung von Studierenden klären
- Umgang mit KI zwischen Hilfsmittel und Täuschung reflektieren und produktive Einsatzszenarien für bessere Lehre entwickeln
Arbeit mit künstlicher Intelligenz im Seminar:
Die Teilnehmenden nutzen nach Möglichkeit ein eigenes LLM-Konto und erproben ausgewählte Fragestellungen direkt an ihren mitgebrachten Materialien. Bevorzugt wird Claude; alternativ kann ein anderes leistungsfähiges LLM verwendet werden. KI dient im Seminar sowohl als Gegenstand der didaktischen Reflexion als auch als Arbeitsmittel, etwa zur Analyse von Lernzielen, zur Überprüfung von Prüfungsformaten, zur Überarbeitung von Lehrmaterialien und zur Entwicklung neuer Lehrideen.
Lernziele des Seminars:
Nach dem Workshop können die Teilnehmenden:
- die Auswirkungen aktueller KI-Systeme auf das constructive alignment einer eigenen Lehrveranstaltung analysieren und Konsequenzen ableiten,
- Lernziele in ihrer Lehrveranstaltung auf notwendige Kompetenzen im Zeitalter von KI anpassen,
- Anforderungen an Lernmaterialien und an die KI-bezogene Kompetenzentwicklung von Studierenden für ihre eigene Lehre ableiten, konkrete Weiterentwicklungsschritte für eine eigene Lehrveranstaltung planen und begründen.
Spezifizierung der Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an interessierte Lehrende aller Fächer, die bereits erste Erfahrungen mit KI gesammelt haben und diese für die Weiterentwicklung ihrer Lehre nutzen möchten. Erwartet wird die Bereitschaft, mit einem eigenen Beispiel aus der Lehre zu arbeiten und bestehende Annahmen über Lernziele, Prüfungen und Lehrmaterialien kritisch zu hinterfragen. Vorerfahrungen mit generativer KI - idealerweise mit Claude - sind hilfreich.
Hinweise zur Umsetzung:
Präsenzseminar in Werkstattform. Die Teilnehmenden arbeiten über den Tag hinweg wiederholt an eigenen Materialien, tauschen sich kollegial aus und erproben einzelne Arbeitsschritte direkt mit KI-Unterstützung.
Wichtige Bitte:
Bitte bringen Sie einen Laptop, eine Modulbeschreibung, Material (Slides et.) einer konkrete Lehrsitzung sowie eine Prüfung bzw. Klausur aus Ihrer eigenen Lehre mit. Voraussetzung für die Teilnahme sind erste praktische Erfahrungen mit generativer KI. Für die Arbeit im Seminar wird Claude empfohlen; alternativ kann ein anderes LLM der Wahl genutzt werden.
Zum Referenten:
Ben Lenk-Ostendorf leitet die AI Guides an der Technischen Universität München und arbeitet dort an der strategischen Weiterentwicklung von Lehre im Kontext generativer KI. In seiner Arbeit unterstützt er Lehrende dabei, didaktische Konzepte, Prüfungen und Lernmaterialien an veränderte Bedingungen durch KI anzupassen. Er promoviert bei Prof. Krusche im Bereich KI und Lehre und verbindet dabei wissenschaftliche Perspektiven mit konkreter Entwicklungsarbeit in der Hochschullehre. Durch diese Verbindung aus strategischer Arbeit, Forschung und praktischer Begleitung von Lehrenden bringt er fundierte Expertise für das Seminar mit.
| Universität: | Universität Bayreuth |
|---|---|
| Seminarleitung: | Ben Lenk-Ostendorf |
| Seminar ID: | ZHL SS26 31S kistrategie |
| Ort: |
ZHL der Universität Bayreuth, Bürocenter Bayreuth Süd, Haus 4, Raum 4.2.12-13
Nürnbergerstr. 38, Bayreuth This meeting will take place as a hybrid synchronous seminar. In-person attendance is strongly recommended, as face-to-face interaction and conversations during coffee breaks allow participants to get to know each other better. Participation via ZOOM is possible. Auf Google Maps anzeigen |
| Termine: |
20.07.2026
, 09:00 - 17:00 Uhr
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| Kosten: |
Es fallen folgende Teilnahmegebühren an:
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| Verfügbare Plätze: | 12 Plätze, davon 8 frei |
| Stufe: | Grund- und Aufbaustufe |
| Anrechenbare Stunden: |
Bereich A mit 8 Arbeitseinheiten |
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